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Wie mobil ist das Weimarer Land? Ergebnisse der Haushaltsbefragung 2026

Wie mobil ist das Weimarer Land? Ergebnisse der Haushaltsbefragung 2026

Über 1.300 Menschen geben Einblicke in ihre Mobilität

Im April und Mai 2026 wurden insgesamt 3.000 zufällig ausgewählte Haushalte zur Teilnahme an der Befragung eingeladen. 1.381 Personen aus 580 Haushalten beteiligten sich. Erfasst wurden unter anderem die täglich zurückgelegten Wege, die genutzten Verkehrsmittel, die Wegelängen sowie Einschätzungen und Verbesserungswünsche zum Mobilitätsangebot.

Die Ergebnisse zeigen: An einem durchschnittlichen Werktag legen die Menschen im Kreis Weimarer Land insgesamt rund 215.000 Wege zurück. Das entspricht durchschnittlich 2,7 Wegen pro Person.

Der Pkw prägt die Alltagsmobilität

Der motorisierte Individualverkehr ist das meistgenutzte Verkehrsmittel im Weimarer Land. Für zweidrittel aller Wege wird dieser genutzt. 18 % der Wege werden zu Fuß, 11 % mit Bus und Bahn und 5 % mit dem Fahrrad oder Pedelec zurückgelegt.

Dabei ist die Verkehrsmittelnutzung im Kreis auch unterschiedlich: Während in den südöstlichen Gemeinden 70 % der Wege auf den Pkw entfallen, sind es im nordöstlichen Kreisgebiet 63 %. Im westlichen Kreisgebiet erreicht der öffentliche Verkehr mit 14 % den höchsten Anteil.

Die Wegelängen verdeutlichen die Bedeutung regionaler Verkehrsverbindungen: Ein durchschnittlicher Weg ist 13 Kilometer lang, knapp die Hälfte aller Wege ist mindestens 10 Kilometer lang.

Im Vergleich zur bundesweiten Studie „Mobilität in Deutschland 2023“ (MiD) zeigt sich, auch aufgrund der Wegelängen, eine überdurchschnittlich hohe Pkw-Nutzung – sowohl zum deutschlandweiten als auch zum Thüringer Durchschnitt. Der Fuß- und Radverkehr ist dagegen wesentlich schwächer vertreten. Der öffentliche Verkehr erreicht mit 11 % das bundesweite Niveau.

Verbesserungsbedarf insbesondere bei Bus, Bahn und Radverkehr

Neben ihrem tatsächlichen Mobilitätsverhalten konnten die Teilnehmenden auch Probleme und Verbesserungswünsche benennen.

Beim öffentlichen Verkehr stehen insbesondere bessere Verbindungen, häufigere Fahrten und längere beziehungsweise bedarfsgerechtere Bedienzeiten im Vordergrund. Für den Radverkehr werden vor allem der Ausbau des Radwegenetzes, die Schließung bestehender Netzlücken und sichere Radverkehrsverbindungen gewünscht.

Die Befragung zeigt damit nicht nur, wie die Menschen heute unterwegs sind, sondern liefert auch Hinweise darauf, an welchen Stellen Verbesserungen des Mobilitätsangebots aus Sicht der Bevölkerung besonders wichtig sind.

Datengrundlage für die Verkehrsentwicklung bis 2040

Die Ergebnisse der Haushaltsbefragung fließen in die Bestandsanalyse des Integrierten Verkehrsentwicklungskonzepts 2040 ein. Gemeinsam mit weiteren Untersuchungen und bestehenden Planungen bilden sie eine wichtige Grundlage, um Handlungsbedarfe zu identifizieren und Maßnahmen für eine zukunftsfähige Mobilität im Kreis Weimarer Land zu entwickeln.