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LK Argus Kassel

Stadt Wittstock/Dosse, Verkehrsuntersuchung im Rahmen der 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 02-1/2006 „Berliner Straße / Hamburger Straße", 2026

Eine geplante Änderung des B-Plans Nr. 02-1/2006 „Berliner Straße/Hamburger Straße“ betrifft die für die Erschließung eines südlich davon gelegenen, potenziellen Entwicklungsgebietes vorgesehenen Flächen. Um zu klären, welcher Flächenbedarf bei der Änderung des B-Plans für die Erschließung des Entwicklungsgebietes vorzuhalten ist, wurde das Verkehrsgutachten „Pritzwalker Süd“ beauftragt.

Im ersten Teil der Untersuchung wurde die Bestandssituation vor Ort untersucht (z.B. bestehende Nutzungen, Verkehrsmengen/-organisation, Querschnitte), um die Ortsverhältnisse besser einschätzen und Problemlagen ermitteln zu können.

Im nächsten Schritt wurde anhand eines vorliegenden Flächenkonzepts die geplante Entwicklung beschrieben. Daraus wurde ersichtlich, dass das Gebiet neben dem Anschluss über das B-Plan-Gebiet Nr. 02-1/2006 „Berliner Straße/Hamburger Straße (in Verlängerung der Uetersener Straße) eine weitere Erschließung am Kreisverkehr Jabeler Chaussee/Pritzwalker Straße erhalten soll. Anschließend fand die Ermittlung des zukünftig, durch das Entwicklungsgebiet induzierten Verkehrsaufkommens mittels VerBau statt und die Neuverkehre wurden auf die Zufahrten verteilt.

Auf Basis der neuen potenziellen Verkehrsmengen und -verteilungen wurden qualitative Einschätzungen der Auswirkungen der Mehrverkehre vorgenommen. Dabei wurden die Bestandssituation und die festgestellten Problemlagen einbezogen. Die daraus entstehenden Handlungsansätze finden in den Empfehlungen Eingang.

Des Weiteren wurden Anforderungen an das künftige Erschließungsnetz des Gewerbegebiets definiert. Für unterschiedliche Straßentypen wurden geeignete Regelquerschnitte entwickelt und Hinweise zu deren Anwendung formuliert. Berücksichtigt wurden insbesondere die Anforderungen des Schwerverkehrs, die Führung des Fuß- und Radverkehrs, die Unterbringung des ruhenden Verkehrs sowie die Begrünung und gestalterische Gliederung der Straßenräume.

Regelquerschnitt Gewerbestraße Haupterschließung

Im zweiten Teil der Untersuchung stand die Art der Anbindung und der damit einhergehende Flächenbedarf im Fokus. Hierzu wurden die maßgebenden fahrgeometrischen Anforderungen (z.B. Schleppkurven, Begegnungsfällen etc.) dargelegt und darauf aufbauend verschiedene Entwurfsvarianten erstellt, die die Anforderungen unterschiedlich erfüllen. Untersucht wurden unterschiedliche Fahrbahnbreiten und Gehweganordnungen sowie verkehrsorganisatorische Lösungen wie ein Lkw-Durchfahrtverbot, eine Einbahnstraßenregelung und eine Engstellenlösung. Die Varianten wurden hinsichtlich ihrer Befahrbarkeit, des erforderlichen Flächenbedarfs, der Auswirkungen auf die Verkehrsführung und der notwendigen verkehrsrechtlichen oder baulichen Maßnahmen vergleichend bewertet.

Aufgrund des frühen Planungsstandes waren einige Parameter noch sehr vage, weshalb abschließend unterschiedliche Empfehlungen für verschiedene Zielsetzungen formuliert wurden.

Schleppkurvennachweis und Flächenbedarf Sattelzug im Begegnungsfall